Thema: Joel 3 + 4 Endzeit
Prediger: Declan McMahon
Datum: 19.10.2025
Einleitung: Gottes Reaktion auf Umkehr
Joel hat das Volk aufgerufen zur Umkehr. Er sagt: Zerreißt eure Herzen, nicht nur eure Gewänder. Seid innerlich verändert, nicht nur äußerlich. Und das Volk tut tatsächlich Buße. Sie kehren um von dem, was sie falsch gemacht haben. Und da redet Joel über Gottes Mitleid und über Gottes Segen, über seine Reaktion auf Buße und Umkehr. Und seine Reaktion ist Wiederherstellung. Wenn es euch leid tut, dann ist auch wirklich alles wieder gut zwischen uns.
Er stellt das Land, das verwüstet war durch eine Heuschreckenplage, wieder her. Und damit auch die Ernte und die Freude, die dann im Volk da ist. Also Gott ruft durch Gerichte wie Heuschreckenplagen zur Umkehr. Aber er vergibt dir auch und stellt dich wieder her, wenn du umgekehrt bist.
Danach, jetzt in Kapitel 3 und 4, sieht Joel noch mehr Segen. Es wird eine Zeit geben, wo alle möglichen Leute Gott ganz, ganz nah sein werden – so wie Mose Gott nah war oder David. Joel sieht aber auch noch ein Gericht. Er sieht das Endgericht. Er sieht es als eine große Schlacht, wo eine Armee gegen Gott antreten soll. Gott gegen eine Armee.
Die Zeit des Heiligen Geistes
Mit den anderen Propheten zusammen sieht Joel die Endzeit als Zeit des Heiligen Geistes. Wenn die Propheten über die Zukunft reden von ihnen aus gesehen, also vom Alten Testament her, dann sehen die: Da wird es etwas ganz Besonderes geben, der Heilige Geist wird da sein.
Im Neuen Testament ist es so, dass die Schreiber ihre Zeit, die Zeit Jesu und der Apostel, als genau diese Endzeit der Propheten darstellen. Sie sagen: Wir haben das erlebt, wir sind in dieser Zeit des Heiligen Geistes. Im Lukasevangelium zum Beispiel beginnt das damit: Johannes der Täufer ist von Mutterleib an erfüllt mit dem Heiligen Geist. Oder Jesus ist vom Heiligen Geist gezeugt.
Joel sagt: „Nach diesem“ – das ist so eine Formulierung für „am Ende“ – „nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen, also Visionen. Und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen. Und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.“
Und es wird geschehen: In dieser Endzeit wird jeder, der den Namen des Herrn anruft, gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Herr beruft.
Die wahre Wiederherstellung
Gott hatte zu Joels Zeiten diese Ernte wiederhergestellt nach den Heuschrecken. Aber diese Wiederherstellung, das war ja toll, aber das ist nur so der kleinste Vorgeschmack von der echten Wiederherstellung. Die wahre Wiederherstellung ist so tief wie der wahre Fall, wie der Sündenfall selbst. Die wahre Wiederherstellung ist im Prinzip eine neue Schöpfung.
So wie bei der ersten Schöpfung der Geist Gottes über den Wassern schwebt und arbeitet, um die Welt zu erschaffen und zu ordnen, so ist es hier in Joel gedacht. Das, was Gott tun wird, von Joel aus gesehen in der Zukunft, ist wie eine neue Schöpfung. Er wird alles neu machen und verändern.
Im Alten Testament bis dahin, so wie Leute wie Joel das kannten, war die Befähigung, Gott durch die Kraft seines Geistes zu dienen, wenigen Leuten vorbehalten. Die Leute, die besonders befähigt wurden und erfüllt wurden, wie die Leute, die die Stiftshütte gebaut haben – die wurden handwerklich vom Heiligen Geist dazu befähigt, mit Weisheit. Oder Mose, der ganz viel vom Heiligen Geist erlebt hat. Oder denkt vielleicht an jemanden wie Simson, der vom Heiligen Geist erfüllt wird, um ultrast stark zu sein, damit er die Leute retten kann oder einen Löwen mit den bloßen Händen zerreißen kann.
Aber die meisten Leute erleben so was gar nicht und warten auf diese Zeit, die Joel hier voraussieht. Er verspricht hier: Es wird eine Zeit geben, wo alle im Volk den Heiligen Geist bekommen können, um Gott zu dienen. Das ist auch, was Mose zum Beispiel sich gewünscht hatte in Vierter Mose 11. Da sehnt er sich nach diesem Tag.
Pfingsten – Die Erfüllung der Verheißung
In Apostelgeschichte 2 ist diese Zeit der Erneuerung durch den Heiligen Geist, die Endzeit des Heiligen Geistes, gekommen. Der Heilige Geist fällt auf die Urgemeinde herab in Form von Feuerflammen und erfüllt sie. Das feiern wir jedes Jahr an Pfingsten.
Petrus selber, der dabei war, sagt dann, erfüllt vom Heiligen Geist, in Apostelgeschichte 2 ab Vers 16: Genau das hat Joel prophezeit. Und dann zitiert er Joel: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch.“
Dann predigt er weiter, er deutet das, was geschieht. Er sagt: Ihr Männer von Israel, hört diese Worte! Jesus habt ihr ans Kreuz geschlagen und getötet. Also der Zusammenhang, der Auslöser dafür, dass jetzt Endzeit ist, laut Petrus, dass jetzt die Zeit des Heiligen Geistes da ist, ist: Jesus ist am Kreuz gestorben. Der Messias ist gekommen und gestorben.
Und was danach passiert, sagt Petrus auch: Diesen Jesus hat Gott auferweckt. Davon sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat vom Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört. So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.
Das Endgericht in Joel 4
Nach dem Segen kommt das Gericht. Das ist die Struktur in Joel Kapitel 3 und 4. In Kapitel 4 sieht Joel das Endgericht als eine große Schlacht. Gott wird alle Völker versammeln im Tal Josaphat, um dort mit ihnen ins Gericht zu gehen.
Gott wird nach Jerusalem, nach Zion kommen und dort für immer mit seinen Kindern leben. Das ist das Muster in den Propheten und in der Offenbarung. Es gibt extreme Feindschaft gegen Gott und seine Kinder, gefolgt vom Endgericht, wo er gewinnt, und dann wird die Stadt Jerusalem herrlich sein. Also die Kinder Gottes werden herrlich sein und glücklich für immer.
„Juda aber soll ewig bewohnt werden“, heißt es in Vers 20, „und Jerusalem von Geschlecht zu Geschlecht. Und ich werde sie von ihrem Blut reinigen, von dem ich sie nicht gereinigt hatte, und der Herr wird wohnen bleiben in Zion.“
Also das Ende der Endzeit ist: Gott wohnt bei seinen Kindern, sichtbar und nahbar. Man kann ihn sehen und hören und anfassen. Das ist der göttliche Krieger und das ist das Endergebnis, wenn er kommt: Gericht für Gottes Feinde, Herrlichkeit und Nähe zu Gott für seine Kinder.
Jesus – Der göttliche Krieger
Wenn man die Bibel durchliest von vorne bis hinten, drängt sich ein bisschen die Frage irgendwann mitten im Alten Testament auf: Wer ist dieser göttliche Krieger? Wer ist es, der kommt und für Recht sorgt und auch für Heilung sorgt für Gottes Kinder?
Das Neue Testament sagt einstimmig: Jesus ist dieser göttliche Krieger. In Offenbarung 14 und 19 zum Beispiel, es gibt viele andere Beispiele, da siehst du, dass es Jesus ist. Er kommt am Ende wieder mit den Wolken und mit einer scharfen Sichel in Offenbarung 14. Die Welt ist sein Erntefeld in diesem Kapitel. In Offenbarung 14 und 20 tritt er die Weinkelter des Zornes Gottes, bis das Blut dann alles erfüllt.
Das ist Jesus. Hält dein Bild von Jesus das aus? Kannst du ihn sehen mit seinen Birkenstocksandalen, voller Blut? Passt das für dich? Oder hast du dich in einen Jesus verliebt, den die Bibel ja gar nicht so malt? Hast du den ganzen Jesus?
In Offenbarung 19 siehst du dasselbe. Da kommt Jesus auf einem weißen Pferd vom Himmel, und seine Augen sind Feuerflammen, heißt es da. Sein Gewand ist in Blut getaucht – nicht seins. Die Heere des Himmels folgen ihm auf weißen Pferden. Aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor. Und er hat ein eisernes Zepter. In Offenbarung 19, Vers 15-16, heißt es dann: Er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.
Alle Kirchen aller Zeiten und aller Orte haben immer schon bekannt: Jesus sitzt zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Jesus ist der göttliche Krieger.
Rettung vor dem Endgericht
Und da will ich dir Mut machen, diesem Jesus nicht den Rücken zuzukehren, wenn er dir nicht gefällt, sondern ihn ernst zu nehmen. So wie er dich ganz annimmt, nimm du ihn auch ganz an. So ist Gott: Er ist der Allerliebste und Beste und Schönste – und Gefährlichste. Leg dich nicht mit ihm an, sondern berge dich bei ihm.
Jesus kommt wieder als allmächtiger, göttlicher Krieger und Richter. Und du kannst vor diesem Gericht gerettet werden. Joel und Petrus und Paulus sagen alle: Wer den Namen des Herrn anruft, der wird gerettet werden, in dieser Zeit, über die Joel geredet hat, in der wir sind.
Wie kann ich vor dem Endgericht gerettet werden? In Römer 10 sagt Paulus in Vers 9: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus bekennst als den Herrn und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“ In Vers 12: „Der Herr ist reich für alle, die ihn anrufen.“ Denn, er zitiert Joel: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“
Niemand, der nicht verloren gehen will, wird verloren gehen. Jeder, der gerettet werden will, kann gerettet werden, indem er diesen Namen Jesus anruft.
Das Evangelium verstehen
Es geht darum, Jesus als Herrn zu bekennen. Gott ist Gott und du nicht. Wenn es ihn gibt – ja, falls du noch in diesem Denken unterwegs bist: Vielleicht gibt’s das alles gar nicht – rein hypothetisch für dich: Wenn es Gott gibt, dann bedeutet das ganz viel für dich. Es bedeutet unter anderem auch: Wenn es ihn gibt, dann ist er dir persönlich katastrophal überlegen.
Wenn dieser Gott etwas von dir verlangt hat, zum Beispiel ein moralisches Leben, und du hast es nicht, dann wird er dich richten. Das ist genauso logisch notwendig wie die Tatsache, dass es ihn überhaupt gibt. Sobald du so weit bist zu sagen: Ich denke, es muss einen Gott geben – muss es einen Richter geben in der Logik.
Und wir Christen sagen dir: Selbst wenn dieser Gott in seinem Urteil über dich nicht recht hätte – was willst du dagegen tun? Er ist Gott.
Wir bezeugen dir, dass dieser Gott einem Menschen, Jesus Christus, dem Gottmenschen, Jesus von Nazareth, alle seine Macht und Autorität übertragen hat. Alles. Dieser Jesus hat jetzt alle Autorität über alle Dinge, alles in seiner Schöpfung, auch über jeden Menschen, auch über dich. Überall – das hat Jesus die volle Autorität.
Gottes Friedensangebot
Und hier ist Gottes Friedensangebot für alle Menschen: Erkenne diesen Menschen an, Jesus Christus, als deinen Herrn und glaube an ihn und vertraue ihm, dass er dir gnädig sein wird, weil er die Vollmacht dazu hat, Sünden zu vergeben, weil er für diese Sünden bezahlt hat. So wirst du gerettet.
Warum? Weil dieser Jesus nicht nur Gott ist, sondern auch ganz Mensch. Und als ganzer Mensch ist er am Kreuz gestorben. Nicht aus Sentimentalität oder so was, sondern als Gericht. Er wurde in seinem Tod am Kreuz gerichtet, als Sünder gerichtet, obwohl er keine Sünde hatte.
Und jetzt musst du begreifen: Wenn nicht seine Sünde gerichtet wurde, weil er keine hatte, am Kreuz – wessen Sünde wurde da gerichtet? Das kann deine Sünde sein, die da gerichtet worden ist, wenn du zu Gott umkehrst und glaubst, wenn du dieses Opfer für deine Schuld glaubst und Jesus als deinen Herrn anerkennst. Dann ist er für deine Sünde gerichtet worden. Und dann kann sie nicht mehr gerichtet werden. Sonst wäre Gott ungerecht. Nur ein ungerechter Richter straft zweimal dieselbe Sache.
Er kann nicht – Gott kann nicht – seinen Sohn am Kreuz für dich richten und dann dich nachher auch richten im Endgericht. So funktioniert unsere gesamte Religion hier, Leute. Das ist das Evangelium: Dass Gott den, der von keiner Sünde wusste, an unserer Stelle als Sünder gerichtet hat, damit wir gerecht werden, gerecht gesprochen werden durch ihn.
Den Namen des Herrn anrufen
Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Den Namen des Herrn anrufen heißt, den Namen Jesus anrufen, zu Jesus beten, um gerettet zu werden. Wer gerettet werden will, muss den Namen Jesus anrufen im Gebet.
Jesus, ich glaube, dass du der Sohn Gottes bist. Danke, dass du am Kreuz für meine Schuld gestorben bist und lebst. Ab heute sollst du mein Herr und mein Gott sein. Amen.

